DER WUNSCH NACH FRIEDEN

 

Stimmen vieler Kinder sammelt der Wind,

streut sie in Äste und Blätter

 von uralten Bäumen mit riesigen Wurzeln;

die Bäume verstehen zu lauschen

den Worten der Kinder

und von den Bäumen erfährt

tief unten das Herz, das da schlägt im Zentrum der Welt,

was die Kinder erzählen.

  

Wenn Kinder lächeln, lächelt auch das Herz da unten,

da sprießt auch schon die schöne Blume auf einer Wiese;

ist ein Kind vom Glück erfüllt,

da freut sich das Herz,

und Schmetterlinge kommen und tanzen im Wind.

 

Manchmal aber wird aus dem Lachen ein Weinen,

Tränen fließen, heiß und schwer,

fallen auf die Erde, die zittert vor Angst,

denn der Tod mischt sich ins Leben.

Ossezia, Israel, Irak, Palaestina...

Der Tod marschiert zwischen Bomben und Gewehren

Und nimmt sie mit die Tschetschenen, Afghanen ,

und viele viele Kinder der Afrikaner.

Es wird bombardiert, geschossen,

von Frieden gesprochen.

Dem Herz der Welt gefällt das nicht,

«Erfüllt man mit Hass und Gewalt die Welt,

nennt es beim Namen statt zu lügen: Krieg.

Frieden heißt, lachen, lächeln, sich die Hände reichen,

in Ruhe schlafen, weit blicken

und am heiteren Himmel

die sieben Farben des Regenbogens sehen.

Nur wenn man den Wunsch nach Frieden sät,

lächelt der Wind

und den Wurzeln der uralten Bäume erzählt er

die Stimmen und Träume

der glücklichen Kinder.»

                            Elio Giacone